Zipfel

Bierzipfel

Bierzipfel

Der Zipfel ist ein mit Silber- bzw. Goldschiebern eingefasstes Stück Band mit Zirkel- und Widmungsgravuren, dass Bundesbrüder, aber auch Korporierte, untereinander tauschen. Der Zipfel war in Zeiten mangelnder Hygiene ursprünglich zur Kennzeichnung des Bierglases gedacht. Andere Erklärungen seiner Entstehung gehören wohl eher dem Reich der Fabel an, wie z.B. die, dass der Bierzipfel aus dem Zerschneiden der Bänder in den Jahren der Verfolgung der Burschenschaft im Vormärz entstanden sei, und dem Verfolgten als Ausweis gegenüber Bundesbrüdern dienen sollte. Heute ist der Zipfel Kennzeichen der besonderen Wertschätzung oder Freundschaft zwischen Korporierten, wird aber zum Teil auch noch zur Kennzeichnung von Gemäßen genutzt.

Es gibt unterschiedliche Arten von Zipfeln. Der Bierzipfel ist so breit wie ein Band und wird i.d.R. nur vom Leibburschen dem Leibfuxen gewidmet. Die Weinzipfel, die halb so breit wie ein Band sind, werden als Zeichen der Freundschaft, zur Erinnerung an gemeinsame Erlebnisse oder gemeinsame Chargensemester zwischen Verbindungs- oder Farbenbrüdern getauscht. Der Sektzipfel, der ein Drittel so breit ist wie ein Band, wird nur an Damen verliehen. Die Dedizierung eines Sektzipfels an eine Dame entspricht i.d.R. der Bekanntgabe der Verlobung gegenüber der Verbindung.

Die Zipfel werden zusammen an einem Zipfelhalter an der Taschenuhr oder am Gürtel getragen. Die Farben auf dem Zipfel werden dabei von rechts nach links gelesen. Die Zipfel des VDSt zu Bremen sind schwarz-weiß-rot mit silberner Percussion.

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